Bund soll bei Velowegen den Kantonen und Gemeinden nicht reinreden

August 30, 2018

​Die Jungfreisinnigen Thurgau fassten letzten Freitag an ihrer Mitgliederversammlung in Romanshorn die Nein-Parole zum Gegenvorschlag der Velo-Initiative. Die Kantone und Gemeinden sollen weiterhin selbständig über die Planung und den Bau eines Veloweg-Netzes bestimmen können, da diese die Gegebenheiten und Bedürfnisse der Nutzer vor Ort am besten nachvollziehen können und um einiges näher am Geschehen sind als jegliche teure Beamten in Bern. Die malerische Landschaft unseres Kantons Thurgau inklusive der gesamten Bodenseeregion lädt ein zu Velotouren für Einheimische und Touristen aus dem In- und Ausland. Auch wer den Arbeitsweg mit dem Velo bestreiten möchte, kann sich an einem dichten Netz an Velowegen, Velostreifen und sicheren Strassen erfreuen. Dies wollen wir nicht aufs Spiel setzten und soll auch in Zukunft so bleiben, denn bei kostenintensiven Bundeslösungen wird der Thurgau bekannterweise oftmals übergangen. Darum braucht es am 23. September ein klares NEIN von allen Thurgauerinnen und Thurgauern.

Ebenfalls abgelehnt wurden die beiden Agrar-Initiativen. Die «Fair»food-Initiative und die Initiative für «Ernährungssouveränität» überschütten die ohnehin bereits stark regulierte Landwirtschaft mit weiteren Einschränkungen und Verboten. Immer mehr Bürokratie und staatliche Planwirtschaft würden die Entscheidungsfreiheit eines jeden Konsumenten beschneiden und die Preise in die Höhe springen lassen, kurz «Weniger Auswahl, steigende Preise!». Statt Handelsabkommen zu gefährden, immer mehr Zölle zu verordnen und einen Eingriff nach dem anderen im Agrar-Sektor durchzuwinken, sollte man besser zukunftsorientierte Überlegungen tätigen, wie die Schweizer Landwirtschaft durch Innovation und Ausrichtung nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen in einem internationalen Umfeld bestehen kann.

Einstimmige Zustimmung fand jedoch das Darlehen als Anteil des Kantons Thurgau für den Neubau des Ostschweizer Kinderspitals (OKS) in St. Gallen. Das OKS befindet sich in enger Zusammenarbeit und in intensivem Austausch mit dem Kantonsspital Thurgau, wodurch eine Investition in zeitgemässe Infrastruktur dieses Kinder-Zentrumspitals für die ganze Ostschweiz einen sichtbaren Mehrwert und eine optimale gesundheitliche Versorgung der jüngsten Patienten bringt.

Bild: Daniel Borner, Direktor von GastroSuisse (ganz links im Bild), referierte zu den beiden Agrar-Initiativen und erläuterte dabei deren schädliche Folgen auf die Schweizer Nahrungsmittelversorgung.

Please reload

© 2023 by Jungfreisinnige Thurgau.