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Jungfreisinnige Thurgau sagen 2x Nein zu den extremen Agrar-Initiativen

12. Mai 2021

 

An ihrer digitalen Mitgliederversammlung über Zoom haben die Jungfreisinngen Thurgau einstimmig die Nein-Parole zur Pestizidfrei-Initiative und mit einer Gegenstimme die Nein-Parole zur Trinkwasserinitiative beschlossen. 

Die beiden Initiativen wurden von engagierten Pro- und Contra-Referenten vorgestellt. So referierte Nathalie Fäh (jglp) für ein Ja zur Trinkwasserinitiative und FDP-Kantonsrätin Michèle Strähl-Obrist dagegen. Bei der Pestizidfrei-Initiative wurde das Nein-Lager von den beiden Junglandwirten Tobias Daepp und Matthias Ruoss vertreten. Für ein Ja zur Initiative setzte sich Simon Vogel (Kantonsrat Grüne) ein.

Bei der Trinkwasserinitiative sahen die Jungfreisinnigen vor allem die potentiell sinkende Inlandproduktion, die zu mehr Lebensmittelimporten und schlussendliche zu einer negativen Umweltbilanz beziehungsweise des Exportes des Umwelteffektes ins Ausland führen würde, als grossen Nachteil an. Zudem würden durch die Annahme der Initiative die Preise künstlich in die Höhe gehen, was zu einem Sinken der Nachfrage nach heimischen Lebensmitteln und somit auch zum Verlust von Arbeitsplätzen in der gesamten Wertschöpfungskette führen würde. Da Betrieben, die chemisch-synthetische oder natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen, mit der Annahme der Initiative keine Direktzahlungen mehr erhalten würden, müssten einige Betriebe aufgrund ihrer Betriebsstruktur unter Umständen auf die Direktzahlungen verzichten und somit hätte die Initiative keinen oder gar einen negativen Effekt auf die Umwelt. Die Trinkwasserinitiative ist somit nicht zu Ende gedacht.

Auch bei der Pestizidfrei-Initiative sehen die Jungfreisinnigen künstlich steigende Preise und die Abwanderung von Betrieben ins Ausland und somit der Verlust von Arbeitsplätzen als grösstes Problem an. Zudem würden durch die restriktiven Importvorschriften der Initiative gar die WTO-Verpflichtungen der Schweiz verletzt und den Konsumenten und Konsumentinnen wird die Wahlfreiheit genommen. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass bei einem kompletten Verzicht von Herbiziden, die Ernteverluste steigen und somit mehr Lebensmittel, aufgrund geringerer Haltbarkeit und Schädlingsbefall weggeworfen werden muss.

Zusammenfassend hätte die Annahme der Initiative gravierende Folgen für die heimische Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft. Aus diesen Gründen empfehlen Ihnen die Jungfreisinnigen Thurgau zu beiden Agar-Initiativen ein «NEIN» in die Urne zu legen, da diese kontraproduktiv, extrem und konsumenten- sowie wirtschaftsfeindlich sind!

 

der Vorstand (von Dario Zimmermann)