Aprilscherz der JFTG prangert Wahlverhalten der Parteien an

April 01, 2015

Am 1. April 2015 veröffentlichten die Jungfreisinnigen Thurgau die folgende Medienmitteilung, in welcher die Ständeratskandidatur ihres Präsidenten Lukas Weinhappl angekündigt wurde:


Am Freitag, 27. März 2015 fand in Weinfelden die Nominationsversammlung der Jungfreisinnigen Thurgau (JFTG) statt. Anlässlich ihrer Nominationsversammlung nominierten die JFTG ihre zwölf NationalratskandidatInnen. Zudem wurde Lukas Weinhappl als Ständeratskandidat nominiert.Mit seiner rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung an der Universität St. Gallen, seiner Arbeitserfahrung in der politischen und verbandspolitischen Kommunikation, seiner vereinsmässigen Organisationserfahrung und seiner militärischen Führungserfahrung verfügt Lukas Weinhappl über das nötige Rüstzeug, den Kanton Thurgau im Ständerat würdig zu vertreten.Als Jurist mit Wirtschaftskenntnissen und gewerblichem Familienhintergrund kennt er den Gesetzes- und Verordnungsdschungel und will diesen zugunsten von mehr Freiheit roden. Als ehemaliger Eishockerspieler und wettkampferprobter Ausdauersportler bringt er den nötigen Biss mit, gegen weitere Aufweichungen des Föderalismus konsequent einzustehen. Und als aktiver Kommandant einer Thurgauer Kompanie hat er die nötigen Charaktereigenschaften, die ewigen Diskussionen auch mit verständlichen Entscheidungen abzuschliessen.„Lukas Weinhappl schenkt reinen Wein ein!“ Der Ständeratskandidat der Jungen und Junggebliebenen, denen heute der ganze Alltag zu stark verpolitisiert ist.Lange waren sich die Jungfreisinnigen uneinig, ob sie als Kleinpartei einen Kandidaten für den Ständerat aufstellen sollten. Nun, da auch die Grünliberalen für den Ständerat kandidieren, sehen sich die Jungfreisinnigen in ihrer Entscheidung bekräftigt, auch als Kleinpartei einen Ständeratskandidaten aufzustellen und damit für ihre Nationalratslisten Werbung zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Ständeratskandidatur der Jungfreisinnigen Thurgau handelt es sich um einen 1. Aprilscherz. Die JFTG wollen damit auf den Missstand aufmerksam machen, dass mit dem Wahlverhalten vieler Parteien das politische System mit Initiativrecht, Abstimmungs- und Wahlterminen auf stossende Weise ausgereizt wird. Damit wird insbesondere bei Jugendlichen der Eindruck verstärkt, dass sich viele Politikerinnen und Politiker von seriöser Bürgervertretung verabschiedet haben und nur noch Eigeninteressen verfolgen.

Anlass für diesen Aprilscherz der JFTG war die Ankündigung der glp Thurgau, für den Ständerat zu kandidieren. Vor drei Jahren hatte sich die glp Thurgau mit fünf Prozent einen Nationalratssitz erspielt, obwohl andere Kandidierende mindestens doppelt so viele Stimmen erreichten. Diese Konstellation insbesondere Jugendlichen nachvollziehbar zu erklären, fällt sehr schwer und macht das Politiksystem auf keinen Fall glaubwürdiger. Nun setzt das erneute wahltaktische Verhalten der glp Thurgau hinsichtlich den Ständeratswahlen dem Ganzen die Krone auf. Diese Ständeratskandidatur in dem Sinne zu verkaufen, dass damit den WählerInnen eine Auswahlmöglichkeit geboten werden soll, ist schlicht unglaubwürdig und dient ehrlicherweise einzig Publizitätszwecken zugunsten der eigenen Nationalratskandidatur. Bei solchen Wahlmanövern anderen Jugendlichen die Politik als seriöse Interessenvertretung aller BürgerInnen schmackhaft machen zu wollen, ist letztlich unmöglich. Zudem werden mit solchen wahltaktischen Spielereien jegliche PolitikerInnen, die seriöses Engagement zeigen wollen, ebenfalls unglaubwürdig gemacht.

„Wenn sich junggebliebene und ältere Generationen schon darüber aufregen, dass Jugendliche sich nicht für Politik interessieren, dann sollten die gleichen Generationen vielleicht einmal darüber nachdenken, warum dem so ist. Kein Wunder sind Jugendliche bei der heutigen Auswahl an Freizeitbeschäftigungen nicht mehr bereit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen, wenn jedes Milizengagement zu einem Zirkus verkommt!“, meint Lukas Weinhappl, Präsident der JFTG.

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