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Was die Luftwaffe und die Happy Hour verbindet

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15. September 2011

Aktivismus bei den Jungparteien vor den Wahlen: Ihre Bemühungen um Aufmerksamkeit reichen von «lustig» bis «originell».

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Wahlkampf der Jungfreisinnigen – sie wehren sich gegen «staatliche Regulierungswut».

 

Die Jungparteien sind im Wahlkampf um Kreativität bemüht. Etwa die Jungfreisinnigen: Befremdet von der bundesrätlichen Alkoholpolitik, haben sie sich die Rettung der Happy Hour auf die Fahne geschrieben. Das geplante Verbot sei ein typisches Beispiel für die staatliche Regulierungswut, sagt Elias Mühlemann Präsident der Thurgauer Jungfreisinnigen. Seine Partei sammelt deshalb landesweit Unterschriften für eine Petition und fordert die Wirte auf, ihre Happy Hours zu melden: Ein Jungfreisinniger wird dann unter den Gästen Unterschriften sammeln.

Mit einer spektakulären Idee punkten will die Junge CVP: Sie möchte die Schweizer Luftwaffe mit derjenigen Österreichs fusionieren. «Die Debatte um die Kampfflugzeuge und deren hohe Kosten zeigt, dass die Schweiz allein zu klein ist für eine effiziente Luftwaffe», meint Parteipräsident Simone Oberbeck.

Dass die Zusammenlegung der Schweizer Souveränität abträglich sein könnte, glaubt er nicht – schliesslich sei auch Österreich neutral. Die Jungen Grünen schliesslich haben die hohen Schweizer Handy-Tarife als Kampffeld ausgewählt. Gemäss Präsident Martin Neukom leiden besonders die Jungen darunter, deshalb will auch seine Partei eine Petition einreichen. «Wir wollen Schluss machen mit den Tricks und Kniffen der Anbieter», so Neukom.

Politologe Mark Balsiger steht den Aktionen positiv gegenüber, denn Jungparteien sollen «frech, keck und unkonventionell» sein dürfen. Es sei aber zwingend, dass Substanz hinter den Aktionen stecke. «Einfach nur ‹Furzideen› reichen sicher nicht», so Balsiger.