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Mitgliederversammlung vom 8, April
23. April 2011
Die Jungfreisinnigen Thurgau befürworten den Gegenvorschlag zur Initiative über die Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Für die beiden Volksinitiativen über erneuerbare Energien und die Einführung des doppelten Pukelsheim wird die Nein-Parole beschlossen. Im Übrigen wählten die anwesenden Mitglieder vier neue Vorstandsmitglieder.
Für einige Jungfreisinnige begann die erste ordentliche Mitgliederversammlung dieses Mal etwas früher. Bei einer Standaktion auf dem Marktplatz in Weinfelden sammelten sie erfolgreich Unterschriften für das ergriffene Referendum zur Buchpreisbindung.
Die eigentliche Mitgliederversammlung konnte Präsident Elias Mühlemann um 19.15 Uhr im Restaurant Trauben in Weinfelden eröffnen. 14 Mitglieder fanden an diesem schönen Frühlingsabend den Weg in den Sitzungssaal, was einmal mehr einen erfreulichen Zuspruch darstellt.
Als Erstes wurde die Volksinitiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung kontradiktorisch vorgestellt. Obwohl die beiden Referentinnen der Jungen Grünen, Kathrin Erni und Alena Schmidt sich mächtig ins Zeug legten, um den Jungfreisinnigen die Vorzüge der Abschaffung der Pauschalbesteuerung nahe zu legen, stiessen sie auf einige kritische Fragen aus dem Publikum. Einfacher hatte es da Markus Hausammann, ehemaliger SVP-Kantonsrat und noch amtierender Gemeindeammann von Langrickenbach. Er präsentierte den Anwesenden den Gegenvorschlag. Nach eingehender Diskussion fasst die Jungfreisinnigen Thurgau ihre Parole. Mit insgesamt 13 Stimmen bei einer Enthaltung sprechen sie sich für den Gegenvorschlag aus. Die Jungfreisinnigen Thurgau möchten sich an dieser Stelle herzlich bei den drei Gastreferenten für ihren Auftritt bedanken.
Im nächsten Traktandum erläuterte Christian Grundlehner die Volksinitiative „Ja zu effizienter und erneuerbarer Energie – natürlich Thurgau!“. Aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte im Grossen Rat und dem Teilrückzug hatte diese Vorlage einen grossen Erklärungsbedarf. Auf ablehnende Voten stiess insbesondere der rein programmatische Inhalt des verbliebenen Verfassungstextes. So lehnten die Jungfreisinnigen diese Volksinitiative in der nachfolgenden Parolenfassung dann auch mit 8 Nein zu 2 Ja-Stimmen, bei 4 Enthaltungen ab.
Die dritte Volksinitiative des kommenden Abstimmungstermins stellte Stefan Staub vor. Er verglich das bisherige Wahlsystem von Hagenbach-Bischoff mit den Grundzügen des doppelten Pukelsheim, dessen Einführung im Kanton Thurgau sich ein Initiativkomitee zum Ziel gesetzt hat. Obwohl die Einführung des doppelten Pukelsheim für Klein- und Jungparteien interessant sein kann, überwiegten für die meisten Anwesenden die Nachteile des neuen Wahlsystems, insbesondere dessen Komplexität. Die Volksinitiative fand bei den Jungfreisinnigen keine Unterstützung und es wurde mit 7 Nein zu 2 Ja-Stimmen, bei 5 Enthaltungen, die Nein-Parole gefasst.
Marcel Schuler, neues Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen Thurgau, leitete mit seinem Rückblick auf den Delegiertenrat der Jungfreisinnigen Schweiz und den nationalen Kongress, bei welchem Brenda Mäder als Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz bestätigt wurde, den Übergang vom politischen zum organisatorischen Teil der jährlichen Hauptversammlung ein. Enttäuscht zeigte sich Marcel Schuler, dass vergleichsweise wenig Thurgauer Jungfreisinnige an den Kongress der Jungfreisinnigen Schweiz Ende März im Wallis gereist sind. Daniel Leuthard, Parteileitungsmitglieder der FDP Thurgau und ehemaliger Präsident der Jungfreisinnigen Thurgau, orientierte die Anwesenden danach über die letzte Delegiertenversammlung der FDP Thurgau.
Anschliessend beendeten die Jungfreisinnigen Thurgau das Vereinsjahr 2010 mit dem Jahresbericht des Präsidenten Elias Mühlemann. Die Jungfreisinnigen können auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen Anlässen und einem kräftigen Mitgliederzuwachs zurückschauen und sehen dem Vereinsjahr 2011, wo sie bei den Nationalratswahlen mit einer eigenen Liste antreten, positiv entgegen. Andrea Seiler, Vorstandsmitglied, präsentierte danach die Jahresrechnung und den Revisorenbericht. Sowohl der Jahresbericht, als auch die Jahresrechnung wurden danach einstimmig angenommen und dem Vorstand wurde die Décharge erteilt.

Als nächstes Traktandum der ordentlichen Mitgliederversammlung standen die Wahlen an. Nachdem Präsident Elias Mühlemann und Vize-Präsident Jörg Schläpfer, welche sich verdankenswerterweise für ein weiteres Jahr zur Verfügung stellen, einstimmig wiedergewählt worden sind, wurde den Anwesenden die personelle Neuorganisation des restlichen Vorstandes vorgeschlagen. Für die aus beruflichen Gründen nicht mehr kandierenden bisherigen Vorstandsmitglieder Christian Grundlehner und Stefan Staub, wurden den Anwesenden ein Vierer-Ticket mit den Nationalratskandidaten Linda Brunner, Alessia Schrepfer, Lukas Manser und Marcel Schuler präsentiert. Zusammen mit den bisherigen Mitglieder des Vorstandes, Brenda Mäder, Andrea Seiler und Pascal Gähler wurden die vier neuen Vorstandmitglieder in globo gewählt. Der Vorstand der Jungfreisinnigen Thurgau ist damit personell aufgestockt und wird sich in einer späteren Sitzung selber konstituieren. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Delegierten für die FDP Thurgau und die Jungfreisinnigen Schweiz, sowie die Revisoren.
Für das Vereinsjahr 2011 wird der Mitgliederbeitrag wie bis anhin bei Fr. 30.- belassen.
Marcel Schuler ergriff danach die Gelegenheit, um den Anwesenden die neue Homepage der Jungfreisinnigen Thurgau zu präsentieren. Nachdem auf nationaler Ebene bereits eine neu designte Homepage aufgeschaltet ist, wird der Kanton Thurgau als eine der ersten Sektionen diese auf kantonaler Ebene adaptieren können. In stundenlanger Arbeit hat Marcel Schuler die wichtigsten Inhalte übertragen und aktualisiert, so dass die Homepage in Kürze aufgeschaltet werden kann. Ein Besuch unter http://www.jftg.ch wird sich also auch in Zukunft lohnen.
Als nächste Termine konnte Elias Mühlemann am Schluss der Mitgliederversammlung die DV der FDP Thurgau am 20.06., welche von den Jungfreisinnigen organisiert und zur Vorstellung der Nationalratsliste genutzt wird, sowie die nächste Mitgliederversammlung vom 29. Juli nennen. Punkt 22 Uhr war die Mitgliederversammlung beendet und wie üblich hielten die Jungfreisinnigen danach noch einen Apéro ab.


